Deutsch-Indische Kulturgesellschaft e.V. Tübingen
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Vina

In der altindischen Musik werden verschiedene gezupfte Saiteninstrumente mit dem Sanskritwort Vina (in der englischen Literatur meistens Veena) bezeichnet, wie zum Beispiel Kinnari Vina, Kachapi Vina, Rudra Vina etc. Heutzutage bleibt der Begriff Vina noch zwei Instrumenten vorbehalten, der nordindischen Rudra Vina und der südindischen Vina oder auch Sarasvati Vina genannt. Die klassische Vina hat die Form einer sehr langen Mandoline. Ihr breiter Hals, der 22 mit Wachs befestigte breite Messing-Bünde (Frettu) -12 für die Oktave - trägt, läuft in einen halbkugeligen, häufig aus dem Holz des Brotfruchtbaums geschnitzten großen Resonanzkörper (Kudam) aus. Am oberen Ende des Halses ist ein kleiner Resonanzkörper (Soraikkai) befestigt, der aus einem Kürbis hergestellt wird. Der Hals endet in einem aufwendig geschnitzten Tierkopf (Yalimukha). Diese heute für die südindische Musik typische Vina ist ein hybrides Instrument und nicht so alt wie das nordindische Gegenstück.

Die Vina besitzt 7 Saiten: vier Melodiesaiten (Tanti) im Diskant- zwei aus Stahl und zwei aus Kupfer, die als Tonika, Quinte, Octave und Quarte gestimmt sind, sowie drei seitliche Saiten (Pakkasarini) aus Stahl, die die Tonika und ihre beiden Octaven angeben und ebenfalls angerissen werden. Gespielt wird mit Plektren, die auf dem Zeige- und Mittelfinger sowie dem kleinen Finger der rechten Hand sitzen. Zum Spielen wird das Instrument waagerecht auf die Erde gelegt oder auch auf ein Knie gestützt.